neue und gebrauchte Rebreather

neue und gebrauchte Rebreather

Der passende rechtliche Begriff lautet "Gewährleistung" oder Sachmängelhaftung und umfasst alle Mängel, die zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben. Die Frist beträgt in Deutschland 24 Monate für Neugeräte. 

Um Euch bei Problemen in Deutschland schnell und unbürokratisch zu helfen, haben wir "3 von rEvo-Germany" (Michael Keimes, Marcus Romeike und Koni Schwarz) die Absprache, den Tauchern bei der Regelung von Gewährleistungsansprüchen zur Seite zu stehen, soweit es nötig und es uns möglich ist, egal bei wem von uns drei Ihr ein rEvo gekauft habt.

Folgendes ist (in aller Kürze und ohne Anspruch auf rechtliche Vollständigkeit) gesetzlich geregelt:

Diese (gesetzlich vorgeschriebene) Pflicht zur Gewährleistung hat derjenige, der das Gerät erstmalig verkauft hat. Sie gilt immer nur im Land des Erst-Verkaufs und gegenüber dem, der das Gerät erstmalig gekauft hat. Dieser Anspruch des Erstkäufers kann beim Weiter-Verkauf von Geräten nicht an den "nächsten" Käufer übertragen werden. Das stellt sowohl grenzüberschreitend innerhalb der EU als auch beim grenzüberschreitenden Kauf außerhalb der EU unter Umständen eine Unannehmlichkeit für den Käufer dar.

Sensoren und andere Dinge, deren "Haltbarkeit" kürzer als 24 Monate ist, unterliegen anderen Gewährleistungsfristen.

Die 24-monatige Gewährleistungsfrist für Verkäufe gilt nicht in allen Ländern Europas, in manchen Ländern ist diese auf 12 Monate beschränkt. Außerhalb Europas ist der Schutz des Verbrauchers noch extremer eingeschränkt bis "nicht vorhanden".

Der Hersteller oder andere Personen oder Firmen haben bei der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung keine Verpflichtungen - auch nicht in Europa. Sollte der Hersteller oder jemand Anderes so etwas einräumen, dann ist das freiwillig (dies nennt sich dann Garantie) und ist direkt mit dem Betreffenden zu klären. Der Hersteller rEvo in Belgien verhält sich bei diesem Thema sehr kulant, es ist jedoch immer eine freiwillige Leistung, die auf den Einzelfall bezogen ist, da ja der Erst-Verkäufer in der Pflicht steht. 

Grundsätzlich werden gebrauchte Geräte von privat "wie gesehen" ohne jeden Garantie- oder Gewährleistungsanspruch verkauft. Es gibt praktisch keine Möglichkeit, später so etwas wie "versteckte Mängel" oder andere Ansprüche später geltend zu machen oder den Kauf anzufechten. Es gilt : "Gekauft ist gekauft". Etwas anderes gilt für gebrauchte Geräte von einem gewerblichen Verkäufer, der hier wieder einen Gewährleistungsanspruch (allerdings mit viel kürzeren Fristen) einräumen muss, das sollte dann aber auch so schriftlich fixiert sein. 

Es gelten natürlich zusätzlich die gesetzlichen Vorschriften (und Absprachen), die schon ausführlich im Punkt "Wie ist das mit der Gewährleistung/Garantie bei rEvo's ?" beschrieben wurden (Gewährleistung bei Weiterverkauf).

Bei neueren Modellen mit DiveCan-Bus ist dies problemlos möglich, da eine einfache, wasserdichte Steckverbindung vorhanden ist. Alle rEvo-DiveCan-Modelle von sind untereinander kompatibel können einfach ausgetauscht werden. Bei älteren Modellen kann dies eventuell problematisch sein, da dieser fest verbunden und/oder vergossen sein kann.

Hier stellt sich die Frage, welche Technik ist im Gerät verbaut ? 

Bei gebrauchten Rebreathern muss man aufpassen, welche Version des Controllers eingebaut ist: Es gibt Modelle, für die keine Ersatzteile mehr lieferbar sind:
Es gibt für bestimmte Typen keine passenden OLED-Displays mehr - die werden einfach nicht mehr hergestellt und es sind auch keine Ersatztypen zu haben. Allgemein werden OLED-Displays aus verschiedenen Gründen nicht mehr beim Tauchen eingesetzt.

Je nach Modell kann der Controller auch nicht einfach gegen ein anderes Modell ausgetauscht werden, weil inzwischen die Digitaltechnik bei Rebreathers verbreitet ist. Oft gibt es auch die passenden analogen Controller nicht mehr als Ersatzteil. In dem Fall ist die Frage, ob eine Umrüstung auf digitale-Bustechnik technisch und finanziell sinnvoll ist. 

Die Preise für Ersatz-Controller sind bei allen Herstellern wegen der geringen Stückzahlen und der komplexen Technik einheitlich sehr hoch.

 

 

Grundsätzlich "ja", es sind natürlich die Mehrkosten zu beachten.

Bei rEvo war es immer so, dass wesentliche Neuentwicklungen auch an Geräten älterer Bauart nachgerüstet werden können. Auch die ältesten rEvo's können auf den ganz aktuellen Stand gebracht werden. Ob dies - je nach Stand - kaufmännisch sinnvoll ist, das kann der Eigentümer jeweils selbst entscheiden. Dies ist auch immer so gelöst, dass bei nachgerüsteten rEvo die CE-Konformität erhalten bleibt. 

Das Austauschen nahezu aller Teile (Ausnahmen betreffen nur wenige Spezialteile) und vor allem jedes einzelnen Elektronik-Moduls ist vom Taucher recht einfach selbst zu machen: rEvo verwendet ein Modulsystem. Alle Module sind leicht zugänglich und können mit wenigen Handgriffen und ohne Spezialwerkzeug leicht selbst gewechselt werden, das zu lernen ist auch Bestandteil des normalen Kurses.

Beim größeren Nach- bzw. Umrüstungen ( z.B. auf das digitale DiveCan-Bus-System, oder auch beim Nachrüsten von rMS) sind unter Umständen viele Teile mit einem finanziellem Aufwand zu wechseln, dass man sich die Frage stellen sollte, ob das wirtschaftlich ist.

Das würden wir schon gerne machen.
Das Problem ist, dass die gut erhaltenen Rebreather von deren Eigentümern meist im eigenen Freundeskreis verkauft werden und so sind diese blitzschnell verkauft, ohne dass wir eine Mitteilung bekommen. 

Das ist wie beim Kauf eines gebrauchten Auto's : von Privat -ohne jede Garantie bzw Gewährleistung- ist das angesichts des doch erheblichen Betrags große Vertrauenssache.

Ich würde mich immer fragen, warum jemand ein so gesuchtes Gerät wie ein gebrauchtes rEvo verkauft.

Wenn das Gerät gut und verlässlich ist, dann kommt es eigentlich nicht in den "offenen Handel" sondern geht sofort an Freunde, Bekannte im direkten Umfeld oder via Instructor weg.

Da gebrauchte Rebreather jedoch sehr gesucht sind, erzielen die teils so hohe Preise, dass ich mich nur wundern kann. Ich kenne Fälle, da hat der Käufer ein wirklich faires gebrauchtes Gerät bekommen. Aber ich kenne auch Fälle, da war das dann nicht optimal, weil die Geräte in einem Zustand waren, dass die erst mit finanziellem und zeitlichem Aufwand in einen Status gebracht werden konnten, dass wir als Instructoren die rEvo's überhaupt für einen Kurs zulassen konnten. Meist ist auf jeden Fall ein kompletter Satz Sensoren nötig.

Gelegentlich wäre es sinnvoller und besser (günstiger) gewesen, etwas mehr zu investieren und ein neues Gerät mit 2 Jahren Gewährleistung zu kaufen.

Nur sehr bedingt, teils kann das nicht einmal der Hersteller:

Man kann in viele Teile nicht hineinsehen und so kann man auch den tatsächlichen Zustand nicht beurteilen. Der innere Zustand ist extrem von der Pflege abhängig und kann eigentlich nur vom Besitzer selbst beurteilt werden, weil nur er weiss, welche "Sünden" er begangen hat.

Zum Beispiel kann ein (vor allem im Salzwasser) gefluteter Rebreather, oder wenn auch nur ganz wenig Wasser an der falschen Stelle eingedrungen ist, ganz kräftige Langzeitschäden durch innere (unsichtbare) Korrosion haben - muß aber nicht. Das kommt wieder darauf an, wie sorgfältig dann der Rebreather gereinigt wurde. Das ist auch ein Grund dafür, dass weder der Hersteller ohne teure Inspektion, noch ein Instructor eine tragfähige Aussage über ein gebrauchtes Gerät machen können.

Naja, wink , das Logbuch des Controllers kann man löschen. Ich würde das immer machen, vor ich einen Rebreather verkaufe. Ich will ja meinen eigenen Datenschutz sicherstellen.

Also ist die wirkliche Anzahl der Tauchgänge und das "Vorleben" reine Vertrauenssache und kann nicht nachgeprüft werden.

Natürlich hat die Anzahl der Tauchgänge eine Auswirkung auf den inneren Zustand und vor allem auf den Verschleiß eines Rebreathers.

Gebrauchte Rebreather können eine Variante sein, wenn das Preis-Leistungs-Risiko-Verhältnis stimmt und man sich sicher ist, dass es sich um einen seriösen Verkäufer handelt. 

Ich denke, man sollte das angesichts des Wertes genau so sehen wie den Kauf eines gebrauchten Autos. 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Eine ganz günstige Variante ist das Drucken von einfachen Aufklebern.
Dies kann jede Firma machen, die Fahrzeug-Beschriftungen anbringt.

Einfach mit einem geeigneten Programm das Layout machen und sich einen wetterfesten Aufkleber drucken lassen.

Alternativ ist natürlich auch das Laser-Schneiden von Blechen eine gute Alternative.

Die Umrisse, die ATRA erstellt hat, könnt Ihr hier herunterladen.

Umriss als dxf-Datei

Umriss als svg-Datei

Also Software benutze ich die Freeware Inkscape:
"Inkscape ist ein professionelles Programm zum Erstellen und Bearbeiten von Vektorgrafiken für Windows, Mac OS X und Linux. Es ist freie und quelloffene Software."

Die Daten in den Dateien bitte wegen der Einheiten/Abmessungen überprüfen, die Daten sind ohne Gewähr.

 

rEvo Germany